Vision Maritime Mining Factory

In der europäischen Leitzentrale der Maritime Mining Factory (MMF2030) in Hamburg überwacht Herr Hansen den Transport und die Installation des letzten Unterwasserpropellers der MMF2030 im Indischen Ozean. Der Propeller, der die Meeresströmung zur Energieerzeugung ausnutzt, stellt demnächst zusammen mit sieben weiteren desselben Typs die Energieversorgung der MMF2030 sicher.

Durch die MMF2030 werden Rohstoffe wie Manganknollen, Gashydrate, seltene Erden etc. vom Meeresgrund abgebaut. Der Abbau der Rohstoffe durch die schwimmende mobile Fabrik erfolgt in den Tiefen von 300 bis 4000 Meter, nachhaltig und unter Berücksichtigung des maritimen Ökosystems, weitestgehend autonom und wird durch die Leitzentrale in Hamburg gesteuert.

Während sich Herr Hansen um die Installation des letzten Propellers der Fabrik kümmert, ist seine Kollegin, Frau Hofer, mit der genauen Kartierung und Bestimmung der Rohstoffvorkommen beschäftigt. Hierzu sind in einem 20 Quadratkilometer großen Gebiet um die schwimmende Fabrik mehrere autonome Unterwasserfahrzeuge im Einsatz. Diese sind mit neuester Sensorik ausgestattet, untersuchen den Meeresgrund und übermitteln die vorverarbeiteten Sensordaten an die Leitzentrale. Hier werden die Daten ausgewertet und ein genauer Plan mit exakter Lagebestimmung und Qualität jedes Manganknollenvorkommens erstellt. Für die exakte Positionsbestimmung der Unterwasserfahrzeuge wird ein Underwater Positioning System verwendet. Mit Hilfe von Unterwassermodems und Satelliten werden die Sensor- und Positionsdaten an die Leitzentrale übermittelt. Für die Analyse und Auswertung der Daten arbeitet Frau Hofer mit einem System, welches neben der Positionsbestimmung auch eine genaue Bestimmung der Materialien sowie das Monitoring des Ökosystems am Meeresgrund erlaubt. Das Kartenmaterial bildet letztendlich die Grundlage für den Einsatz der Erntemaschinen, die anschließend mit dem Abbau der Rohstoffe beginnen.

Herr Brecht, ebenfalls ein Mitarbeiter der Maritime Mining Factory, ist derzeit mit den letzten Einstellungen und Prüfungen einer der Erntemaschinen auf der MMF2030 beschäftigt. Unterstützt wird er dabei durch ein mobiles Wartungshandbuch, über das er Zugriff auf alle Dokumentationen, Konstruktionspläne und Einsatzdaten jeder einzelnen Erntemaschine hat. Das System unterstützt ihn bei allen Arbeitsschritten und bei kniffeligen Arbeiten hat Herr Brecht jederzeit die Möglichkeit, sich mit einem Spezialisten in der Leitzentrale zu verbinden. Derzeit gibt es ein kleines Problem mit der Kopplung der Erntemaschine an die Transportcontainer. Ein Remote-Experte erhält dabei alle notwendigen Kontextinformationen und kann somit Herrn Brecht optimal unterstützen.

Der Transport der von den Erntemaschinen gesammelten Rohstoffe an die Wasseroberfläche und zur MMF2030 erfolgt durch autonome Transportcontainer. Die Rohstoffe werden auf der MMF2030 vorverarbeitet. Restmaterialien aus der Vorverarbeitung werden wieder zum Meeresgrund transportiert und der eigentliche Rohstoff wird durch das SEAWAY2030 in einen Rohstoffhafen zur weiteren Verarbeitung verschifft.

Die Arbeiten der drei Mitarbeiter der Maritime Mining Factory liegen derzeit genau im Plan, so dass die ersten Rohstoffe der MMF2030 voraussichtlich in einem Monat verarbeitet werden können.